Die Reise im Januar letzten Jahres war der Knaller, also machen wir das nochmal, um zu sehen ob uns das wieder so begeistern kann, wenn der Himmel in grün über violett bis weiß funkelt und wabert...

Mit dem Postschiff zum Nordcap 2018 - Nr.2

Nachdem wir letztes Jahr von Hamburg geflogen sind - buchung über Reisebüro - haben wir das dieses mal direkt bei Hurtigruten gebucht und starten von Bremen, Abflugzeit ist 11.00 Uhr. Sehr angenehm

 

 

David holt uns zu Hause ab und bringt uns zum Flughafen. Vielen Dank lieber David :-)

 

Wir fliegen mit KLM- da gibts Käse im Flieger.

Kann kaum besser sein...

 

 

 

Nicht das der flüchtet wenn  Eisschollen vorbeitreiben :-)

Abflugzeit ist 11.00 Uhr nach Amsterdam, dann knapp 3h Aufenthalt und 14.55 Uhr weiter nach Bergen. Wir hatten wohl immer die "richtige" Sitzplatzseite erwischt, um jeweils die Küste im Blick zu haben. Fantastischer Flug bei bestem Wetter

 

 

 

Viel Wasser, die Weser....

Herrliches Flugwetter mit Sicht auf die Wesermündung, Jadebusen, die Ostfriesen-Inseln, Ems und Dollart usw. Genial! Danke, Wetter...

Fjordnorwegen in der Abendsonne, unter den Wolken fast finster.. Haben wir so gewollt...

 

 

Da ist sie nun, die Polarlys-Polarlicht....

 

Wir sind also angekommen und warten, nachdem wir uns am Buffet ordentlich gestärkt haben und ich mir 1 großes Bier für ca.10,-€ gegönnt habe auf die Abfahrt um 22.30Uhr.

So wie das aussieht wird das Schiff auch pünklich starten. Es ähnelt im strukturellem Aufbau der Richard With  vom letzten Jahr, wir finden uns auf Anhieb zurecht.

Alles gut.....

 

 

 

 

 

Auf gehts in die Nacht und wir in die Koje

 

Das war Tag1, die Anreise

Tag 2

 

 

 

Frühstück...

12.00Uhr Ankunft in Ålesund. Also langes Frühstück 
Großartiges Panorama mit großartigen Farbspielen in der aufgehenden Sonne. Selbst der Mond mag nicht weichen und schaut sich das an....

In Âlesund haben wir den Hausberg, die Aksa erstiegen. Eine Treppe, z.T. etwas vereist (und daher auch gesperrt) führt nach oben. Im Sonnenschein dann der unvergleichlich schöne Blick über die Stadt und den Sund. Das Wetter ist uns hold, keine Frage. Mal sehen, wie lange.Die Aussichten sind aber super.

Kurz noch zu Spar, Wasser holen und zurück zum Schiff. Erholung auf See steht im Anschluß auf dem Programm

 

 

Gegen 19.40 Gegenverkehr...

Die Richard With, die uns vergangenes Jahr die Reise schmackhaft gemacht hat auf Gegenkurs.

Zusammentreffen von Hurtigrutenschiffen wird von beiden Seiten mit lautem Hupen zelebriert und ist schon ein kleines Highlight

Tag 3 ist Trondheim. Auf Stadtbesichtigung wird zu Gunsten einer Wanderung durch die Schneelandschaft verzichtet. Den Nidaros-Dom hatten wir im vergangenem Jahr besucht. Sehenswert, keine Frage. Aber bei dem Wetter geht das raus..

 

 

 

Blaue Stunde über Trondheim,

das Licht krabbelt über den Horizont, es ist etwa 8.30 Uhr

 

Wir fahren mit einem Kleinbus außerhalb der Stadt zum Olavsprangen, einem Aussichtspunkt mit Blick über den Trondheimfjord, der 3.-längste Norwegens mit 130km Länge.

 

Der Legende nach ist ein Wickingerkönig auf der Flucht vor seinen Feinden die Klippen runtergesprungen. Ob das stimmt-und vor Allem die bessere Wahl war???

Punkt 12.00 Uhr geht es weiter. Die Mittagssonne, höher kommt sie nicht mehr.....

Wohl der letzte Tag bis zur Rückreise, wo wir Sonne sehen werden.

In Rohrvik hatten wir 45min Zeit, die Trollfjord zu besichtigen, länger war unser Aufenthalt nicht.

Das Schiff auf Südkurs hatte leider keine wirklichen Polarlichter. Ständig Schneesturm die letzten Tage, wo sie nördl. des Polarkreises unterwegs war. Ein leichtes grünes Licht am Horizont gestern Nacht, das wir auch sehen konnten. Gegen 0.40Uhr kam die Lautsprecheransage, die unsere Nachtruhe augenblicklich in Hecktik verwandelt hat. Hose, Jacke, Mütze über das Schlafzeug, Fotoknipse und Stativ und 2 Stockwerke im Laufschritt nach oben-raus ind die Kälte. Dauert immer etwas, bis sich das Auge ans Licht gewöhnt hat und... wir sind leztes Jahr verwöhnt worden. Meine Finger waren schneller steif als der Fotoapparat eingestellt. War auch nicht soooo toll.

Für diese Nacht liegt der kp-Index bei 2, Wahrscheinlichkeit unter 20%. Erdmagnetfeldmessungen auf Spaceweather.com zeigen keine Aktivität, aktuell (23.00Uhr). Also Geduld üben, sind ja noch etwas unterwegs.

 

 

 

Tag 4 beginnt Punkt 7.20.45  Uhr mit der erwarteten Überquerung des Polarkreises.

Stockfinster ist die kleine Weltkugel auf dem Felsen beleuchtet doch zu erkennen.

Ab hier krabbelt die Sonne zur Wintersonnenwende nicht mehr über den Horizont, zur Sommersonnenwende nicht mehr darunter.

10 Uhr dann die Polartaufe mit Neptun, der in bekannter Manier das Eis in den Kragen schaufelt. Auch wird wieder die Flagge des Schiffes an den Sieger des Tipps-Polarkreis-überquerungs-Zeitpunkt-ausgelobt. Lagen etwa 40s daneben...

Bis dahin wieder traumhafte Landschaft mit grandiosen Farben

Abends erreichen wir die Lofoten, Svolvaer und haben 1 Stunde den Ort zu erkunden. Reicht auch. Die Straßen sind sehr glatt, vereist. Ohne Spikes geht laufen nicht, die Bezeichnung hierfür ist eher rutschen. Sieht sehr nach `weit oben`aus, sehr dunkel, schwarze Nacht ohne den Anschein von Licht durch Mond, Sterne usw.... Die Wolken hängen auch sehr tief und reflektieren das Licht des Ortes. Wirkt sehr gespenstisch so...

An Tag 5 schippern wir ersteinmal durch die Inselwelt der Lofoten, bis wir dann gegen 14.00 Uhr in Tromsö festmachen. Dort liegen wir bis 18.30 Uhr, also etwas Zeit zum Irgendwas. Ausflüge haben wir nicht gebucht, im Angebot war  Huskyschlitten, Bootsfahrt mit Segelschiff, Stadtführung, Besuch der Eismeerkathedrale usw. Preise alle Norwegisch.... Was wir kennen müssen wir nicht wiederholen, wir gammeln duch die Stadt und haben Urlaub.

 

 

 

Die Eismeerkathedrale. Wer mehr davon mag im letzten Jahr nachschauen...

Sehr modern, muss man mögen. Der Weg dorthin ist recht beschwerlich, also fiel das aus. So wie das Wahrzeichen der Stadt dort steht in jedem Fall einige Fotos wert.

Wir haben 14.30 Uhr am Kai festgemacht, war schon fast finster. Deshalb wird beleuchtet was zu beleuchten geht.

Heute haben wir die Info erhalten, das der Ausflug zum Nordkap (info vom Hurtigrutenforum) wegen vereister Straßen nicht stattfinden konnte, es hatte geregnet und das gefrohr auf dem festgefahrnem Schnee. War in Tromsö auch so, wir hatten Spikes an den Schuhen und sind gespannt auf morgen.....

Tag 6 ist unser Nordkaptag, das auf der Insel Mageroya liegt, duch einen Sund vom Festland getrennt. Es  gibt typisch norwegisch einen Tunnel. Wir legen in Honningsvag an, S-östlich an der Insel gelegen.

Der Sund ist so wie man sich das vorstellt, frei von Vegetaris usw. Im Sommer gibt es Wiese für die Rentiere, im Winter Schnee.

Einen Rasenmäher wird man hier nicht benötigen.

 

 

In Honningsvag waren wir gegen 11.30 Uhr. Es standen  Busse bereit, die uns in etwa 45 min.Fahrzeit zum Kap brachten. Bestes Wetter, wenig Wind, etwa 0-2°C, ideal. Spikes an den Schuhen auf den vereisten Wegen waren aber wichtig zum sturzfreien Fortbewegen

Von den Farben am Himmel können wir nicht genug bekommen, durch den spitzen Einfallswinkel des Lichtes ensteht die Farbvielfalt, von den Wolken reflektiert... Sehr schön. 13.45 Uhr fuhr der Bus zurück,  war fast schon wieder stockfinster.

Honningsvag - und Die, die mit dem Bären ringt....

Beim Abendessen kam die Durchsage "you can see the northern lights in front of...." Also Essen stehen lassen und los. Die Bilder sind nicht überzeugend, Monis Handy fotografiert nicht schlechter als meine alte Canon, deprimierend. Liegt an der Optik (max 4,5 Blende) und der nicht allzu hohen Lichtempfindlichkeit, ISO 800 (Boost 1600) reicht einfach nicht. Die ersten 4 Canon Eos 450D, dann 2x Huawai P10, dann 2x IPhone6. Zw. 2 und 4s belichtet.

Naja, mit Vollformatknipse hat das nichts zu tun, das Licht war aber auch nicht wirklich stark. Aber schön zu anzusehen...

Gegen 23.30 Uhr die 2. Runde

Das Nordlicht ist eine Diva, der Tag 7 begann mit den unteren Bildern gegen 2.15 Uhr. Man muss Opfer bringen. Bilder der Canon. Das frieren hat sich gelohnt, Fotos können nicht im Ansatz wiedergegeben was am Himmel aufgeführt wird. Ein tolles Schauspiel


Nach einer recht kurzen Nacht machen wir gegen 9.15Uhr in Kirkenes fest, der östlichste Punkt und Umkehrpunkt unserer Reise. Bergfest, ach Menno...Wir schauen  das Eishotel an und spielen mit den Huskies in der Schlittenstadtion. Mitfahren ist für 200€ zu haben,pro Nase. Kraulen umsonst. 

Am Schneehotel, wo auch die Huskietour startet, sind ein paar "geborgte" Rentiere zum füttern. Die gehören einer Samenfamilie, die mit ihrer Herde im Landesinneren überwintert. Niedlich, die Tiere. Und zutraulich. Die Skulpturen im inneren des Schneehotels sind andere als vergangenes Jahr, russische Künstler haben das dieses mal gestaltet.

Kirkenes ist echt schön, trockener Schnee, ca.-7°C waren aktuell, sehr gelockerte Bauweise von kleinen Holzhäusern und vor allem ruhig. Im Winter Schneemobil, im Sommer Auto. Die Straßen waren nicht gestreut wie anderswo. Da das immer frostig ist und nicht antaut fehlt die Eisschicht darauf, auf festem Schnee kommt man auch so gut voran.

Gegen Mittag gehts wieder los, Richtung Bergen ab jetzt. Wir machen Mittagsruhe.

Zum Abend zieht Wetter auf, das Schiff rollt ganz ordentlich und die Türen nach Außen sind gesperrt....

Sieht interessant aus. Viel ist im Schiff jetzt schon nicht mehr los, da wir gerade offenes Seestück haben kommt das ungebremst.

Geschirr anlegen und Gelümps sichern...

 

 

Tag 8, die Außenbereiche sind noch immer gesperrt,ist für Hammerfest, wo wir gegen 10.15 Uhr sein wollen den ganzen Tag um die 40kn Wind angesagt. Das ist Sturmstärke,zwischen 8-9Bft. Daher die nordgehende Richard With durch die Scheibe...

Hammerfest ist der Versuch des Anlegens abgebrochen worden, das Schiff kam nicht an den Kai. Der Seitenwind hat derart weggedrückt, das das Manöver abgebrochen werden musste. Next stop ist nun wieder Tromsö, wo wir voraussichtlich 2h früher sein werden, gegen 19.00 Uhr. Seit Kirkenes sind 4 Häfen nicht angefahren worden.

Wir gammeln hier rum und haben ausßer Dem auch nichts weiter vor. Seegang ist zwischen den Inseln nicht wirklich, Wind aber ordentlich. Die  Außenflächen sind noch immer gesperrt und überfroren.


 

 

 

Hatten gerade einen Vortrag vom Kapitän über Navigation und Wetter. Auf der Brücke sind 42 m/s Wind gemessen worden, 82 Knoten oder 151 km/h.

Kurz vor 8.00Uhr Abends sind wir nochmal Beine vertreten. Außen war wieder auf, Steuerbord war noch gesperrt, an Backbord gab es dann die Lichter

Kurz vor Mitternacht dann Tromsö, ab in die Koje...

Gefrorene Gischt klebt an der Bordwand an Deck 5

An Tag 9 gondeln wir durch die Vesteralen, nordöstlich der Lofoten. Sie sind etwas lieblicher anzuschauen und weniger schroff. Auf der nordgehenden Tour waren wir, wen wunderts, hier im dunkeln  unterwegs. Bei 4 Stunden Licht am Tag ist das auch nicht anders zu erwarten. Die Region soll ideal zur Beobachtung der Polarlichter sein, da es hier keine Städte gibt, jediglich ein paar Fischerdörfer, der Lichtsmog entsprechend gering.

Abends, 18.30 Uhr erreichen wir wieder Svolvaer, die Haupstadt der Lofoten. Auf dem Hinweg hatten wir nur einen kurzen Stop, jetzt sind das 2 Stunden. Genug Zeit für eine Stadtbesichtigung. Ist schon hübsch anzusehen, wie sich die Siedlung zwischen die spitzen Berge zwängt. Auch ein Kriegsmuseum und Eisskulpturenausstellung ist hier zu finden sowie etliche Hotels.Das erste Bild zeigt Ferienhäuschen...