Schweden

Mariehamn haben wir am 15.7.16 verlassen. Um 8.00 Uhr legten wir ab, unterwegs wurden die Uhren wieder umgestellt, 1 Stunde zurück auf MEZ. Und Gastlandflagge gewechselt, ganz wichtig. Nummer 7.......

 

Unser Ziel war eine Schäre an welcher wir ankern wollten, Rödlöga.

4 Tage im Hafen ist genug Hafenkino.

Anfangs unter Motor mit Wind aus Nord frischte das im Laufe des Tages ordentlich auf, zum Nachmittag mit 5 Bft, strichweise 6. Da waren wir aber bereits im Schärengarten und hatten guten Schutz vor Welle, so das wir mit Wind im Rücken gut voran kamen.

So wurde kurz umdisponiert, Lökaö hatten wir anstatt Rödlöga angelaufen, 10sm weiter. Was weg ist ist weg.

Liegt etwas nördlich von Stockholm

 

Mit kurzen Touren gehts dann immer weiter, von Schäre zu Schäre. Nynäshamn ist der nächste Hafen, von dort wollen wir mit der Bahn nach Stockholm. Oder auch nicht. Einkaufen und so in jedem Fall da. Aber ersteinmal ist Nämdö unser Ziel. Da wir immer Wind von vorn (SW 4) haben gehts nur langsam vorwärts. Macht aber nichts, sonst würden wir wohl einiges verpassen.

Die schwedischen Schären sind doch anders als Aland oder die Finnischen. Waren die finnischen Schären roter Granit, sind die hier grau. Und sehr bewaldet und vor allem deutlich mehr Schiffe und Menschen. Sicher auch da Stockholm nicht weit weg ist.

 

Die Fahrwasser waren, Wochenende eben, z.T so voll wie der Wannsee bei Sonnenschein. Schön ist anders. Oder wir waren bisher recht verwöhnt diesbezüglich. Dänemark ist noch mehr überlaufen, wir sollten uns daran langsam wieder gewöhnen.

 

 

 

 

Was der gesucht hat haben wir nicht rausbekommen. War aber mal was los....

Örnö ist eine Schäre mit traumhafter Ankerbucht, aber ungemein schmaler Einfahrt. Vom Wasser aus kaum zu sehen führt der Revierführer zu solchen Zielen. Nach allen Seiten geschlossen ist das allerbest windgeschützt und natürlich auch bei den Schweden recht beliebt. Die kuscheln gern am Ufer, wir ankern lieber und steigen in unser Gummiboot.

 

 

 

 

Ob die oft Besuch bekommen??????

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                Roadmovie..................

 

 

 

Die Möwe steht auf einem Unterwasserfelsen. Dagegenfahren tut auf jedem Fall mehr als weh. Oft sind die Dinger auch nicht betonnt, außerhalb der Fahrwassers fahren ist schon etwas gewagt. Man muss schon vorsichtig navigieren

Nach Stockholm sind wir am 19. Juli. Von Nynäshamn fährt eine Bahn, wegen Bauarbeiten eine Teilstrecke mit Bus, ging aber super. Wir haben uns Tagestickets geholt, ähnlich wie in Berlin Tarif A-C und alles ist dabei, auch die Fähren die man in Stockholm braucht um von Stadtteil zu Stadtteil zu kommen. Oberstes Ziel war das VASA-Museum, Moni favorisierte das ABBA-Museum. Aber zuerst in die Altstadt. Mittagsandacht in der Storkyrkan und danach Wachablösung im Schloss. In Beides sind wir durch Zufall hingeraten, hat sich aber gelohnt.

 

Strykirka

 

 

Am Schlossplatz stand eine menge Menschen an einer Absperrung herum und ein Wachsoldat bemühte sich emsig, das da keiner rübersteigt. Das hat uns verwundert,  hatte aber eben auch seinen Grund , es war 11.45 Uhr. Wir haben uns dann miteingereit und gewartet was passiert. 12.00Uhr kam ein Sprecher der mehrsprachig etwas über das Schloss erzählte und dann das Rumtata....

Im Schloss sind verschiedene Museen, die aber sicher mehrerer Tage bedürfen. Wir hatten ja Ziele für den Tag

Die Vasa ist aber das Highlight Stockholms, zuminmdest fand ich das. Am 10. August 1628 sank das neu gebaute Kriegsschiff nach etwa 1,5km Segelstrecke auf Ihrer Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen und sank senkrecht auf 32m Tiefe. König Gustav II. Adolf wollte mehr Kanonen als üblich haben, die aber das Schiff nicht tragen konnte. Das untere Kanonendeck war recht knapp über der Wasserlinie und der Ballastanteil im Kiel des Schiffes viel zu gering. Eine Erhöhung des Ballastes war nicht möglich, da die Kanonenluken sonst zu dicht an der Wasserlinie waren. Auch war die Vasa zu schlank für die Höhe der Aufbauten. Sie war von Anbeginn ein instabieles Schiff, konstruktiv bedingt. Und so kam es in einer Windböe dazu das das Schiff sich 17Grad zur Seite neigte und über die Kanonenluken Wasser nahm. Binnen 30 min. war das Schiff auf Grund, etwa 50 Menschen ertranken dabei, 25 Skelette wurden bei der Bergung gefunden. Ferner war die gesamte Ausrüstung (mit Außnahme der Kanonen, 3 Stk. waren noch da, die anderen im 17.JH bereits geborgen), von der Seemannskiste über Tauwerk, Segel, Proviantbehälter, Bekleidung, Kugeln vorhanden. Ein Ausgerüstetes Schiff eben. Die oberen Teile der Masten sind kurz nach dem Sinken abgesägt worden. Man wollte dem König den Anblick nicht zumuten wie seine schöne neue Vasa da auf Grund liegt. War gegenüber dem Schloss....

Ein Stolzes und großes Schiff sollte es werden, mitten im 30-jährigen Krieg. Ein Dilemma wurde es.

In der Ostsee ist der Salzgehalt zu gering für den Schiffswurm, daher bleiben gesunkene Schiffe über Jahrhunderte erhalten. Im Hafenschlick unter Sauerstoffabschluss verfault Holz auch nicht. Die Vasa war nach dem Bergen zu etwa 95% Original und Schwimmfähig.

 

Das Schiff ist zu groß um in Gänze fotografiert werden zu können. Die Gesamtlänge beträgt 67m mit Bugspriet, zwischen den Steven 47,5m. Breite 11,7m und vom Kiel bis zur Flaggenspitze hatte Sie eine Höhe von 52,5m, Tiefgang 4,8m. Bestückt war die Vasa mit 64 Kanonen und 6 Sturmgeschützen. 145 Mann waren als Besatzung vorgesehen und für den Einsatz nochmal 300 Soldaten dazu. Diese waren beim Untergang aber nicht an Bord. Die Vasa war bunt bemalt, eine Rekonstruktion des Hecks ist fotografiert. Auch sind die vielen Schnitzereien sehr beeindruckend. Das man seinerzeit für ein Kriegsschiff derart viel Aufwand betrieben hat ist kaum nachvollziehbar.

Das Abba- Museum musste natürlich auch noch sein. Stockholm an einem Tag abzuhaken ist nicht möglich, die Stadt ist beeindruckend und das Schloss alleine sicher einen Tag Besichtigung wert. Wenn das mal reicht.  Aber das ein anderes mal..

Abba war bunt, Originalkostüme, goldene Schallplatten und einiges Interessantes aus der Zeit der 4 waren zu erfahren. Was für Fans.

 

 

Harstena ist eine Schäre mit tiefen Einschnitt, der sich als idealer Ankerplatz anbietet. Daher sind wir dorthin, unsere Zwischenstation nach Gotland. Sehr ruhig in der Abendsonne gelegen ist das ein idealer Urlaubsplatz wenn man einfach nur seine Ruhe haben will. In der Abendsonne platschten die Fische im Wasser, mein Anglerglück ließ aber länger auf sich warten als meine Geduld das zuließ. Ein  Käsebrot tut es eben auch...

Gotland ist die größte Ostseeinsel und schon seit der Steinzeit  besiedelt. Ihre Blütezeit hat Sie allerdings in der Zeit der Hanse erlangt, inmitten der Handelswege gelegen war die Hauptstadt Visby Handelsstützpunkt und Festung gleichermaßen, entsprechend auch befestigt und umkämpft. Die Stadtmauern, engen kleinen Gässchen und viele Kirchen zeugen vom einstiegen Reichtum der Stadt auf einer ansonsten bäuerlichen Insel. Die Großbauern seinerzeit neideten den Reichtum und fürchteten Handelseinbußen durch die Hanse, so das es auch auf der Insel immer wieder zu Auseinandersetzungen kam. 1361 besetzte Dänenkönig Waldemar Atterdag Gotland, in der Schlacht von Visby kamen etwa 2000-5000 Menschen um, in der Mehrzahl gotländische Bauern, die sich dem gut gerüstetem dänischem Heer aus Söldnern und kampferfahrenen Profis stellten. 1200 der Gefallenen sind in Massengräbern aus dieser Zeit bisher gefunden worden. Visby ist eine sehr lebhafte Stadt, die kleinen Gässchen gefüllt von Touristen und bummelnden Menschen. Der Hafen hier ist aber in der Mehrzahl von schwedischen Seglern besucht, sehr gut an den blauen Flaggen mit dem gelben Kreuz zu erkennen...

 

 

 

Anders als die Schären ist Gotland ein Kalksteintableau. Die weißen Kreidefelsen sind von Weiten gut zu erkennen, auch bestehen viele der alten Häuser und Kirchen sowie die Stadtmauer aus diesem Gestein. Sehr schön anzusehen

 

 

 

 

Ansteuerung des Hafens von Visby. Große Schiffe bleiben draußen, es sei denn es sind Fähren......

 

 

Der Hafen war schon recht voll, aber einer geht immer noch dazwischen......

Blaue Flaggen links, blaue Flaggen rechts.... bis auf ein paar wenige Ausnahmen

Visby

 

 

 

Bremengrand

Bremengasse

Runensteine-aus dem Fornsalen-Museum Visby

Zeugen der Schlacht von 1361.  Der damaligen Kampftechnik entsprechend wurde mit den Langschwerten wurde auf die Beine des Gegners gezielt, wenn dieser dann zu Boden ging mit dem auf dem ersten Bild erkennbaren Hammer der Schädel eingehauen. Das vorletzte Bild zeigt abgehackte Füße und Schienenbeine der Bauern Gotlands, die sich dem dänischem Heer stellten. Bild 4 Unterschenkel mit Hiebmalen. Das erste Bild einen dänischen Krieger in Rüstung der damaligen Zeit. Die Funde stammen aus den Massengräbern die in dieser Zeit angelegt wurden um die Toten zu bestatten. Möchte man nicht erlebt haben.

Im Museum waren aber auch jede Menge Schätze, z.B. Münzen aus der Handelsära zu sehen. Kiloweise Silber und Goldschmuck aus allen Epochen. Schon sehr beeindruckend. Interessant ist auch die Maske aus der Römerzeit. Wie diese nach Gotland kam ist nicht gekärt, das Teil aber knapp 2000 Jahre alt, ein Zeichen für den regen Handel der Gotländer u.a. mit den Römern, welche Westeuropa im 2. und 3. JH besiedelten.  Auch Münzen aus dem arabischen Raum aus dieser Zeit. Hätte ich auf Gotland nicht vermutet.....

 

 

Tschüß Gotland.

 

Weiter gehts nach Öland und dann in den Kalmarsund. Auf Öland hat die Königsfamilie Ihren Sommersitz. Das Schloß kann von außen besichtigt werden, ebenso die Gärten. Klingt nicht wirklich verlockend (für uns). Wir ziehen Ankerbuchten vor....

Erste Ankerbucht ist auf der Nordspitze Ölands, Grankullaviken. Riesenbucht mit viel Platz und schönes warmes Badewasser mit 21°C. Das nehmen wir so natürlich mit nach der 11-stündigen Überfahrt. Los sind wir mit 5kn Wind aus Nord, der Unterwegs auf nahe Null runterging und kurz vor Öland aus Süd wiederkam. Auch nur mit 5kn. Das soll heißen zum einen, der Motor lief im Dauerlauf und weiter, wir haben das Hochdruckgebiet im Kern durchquert. Interessant zu beobachten, aber etwas segeln wäre auch nicht schlecht gewesen. Man kann eben nicht alles haben. Mir ist das natürlich lieber als andersherum, dann wärs ein Tief.... Bedeutend lieber ist mir das.

 

 

 

Bla Jungfru, eine etwas zu groß geratene Schäre im Kalmarsund. Recht hübsch anzusehen wie die da in der Sonne liegt und sich wärmt...

Bevor es nach Kalmar geht ankern wir hinter Skäggenäs, einer kugelrunden riesigen Halbinsel, um das sich verschiedene Minischären lagern. Die Schären hier im Südteil des Kalmarsundes sind weniger hoch und kleiner, auch ist im Wasser es allgemein sehr viel flacher als im nördlichen Schärengarten. Das lauteste hier ist gerade der Lüfter vom Laptop. Jetzt ist es 22.00 Uhr und wird dunkel. Für uns schon ungewöhnlich, vor 10 Tagen noch war das taghell um diese Zeit. Auch ist das Wasser der Ostsee nicht mehr blau sondern grün und trübe. Höhe Stockholm konnte ich Ruder und Schraube vom Schiff sehen, das geht nun nicht mehr. Dafür ist es eben wärmer. Und das möchten wir nicht missen.

 

 

 

Die Kalmarsundbrücke führt vom Festland nach Öland. Riesending, sieht der Fehmarnsundbrücke ähnlich. Aber länger wird sie sein.

Kalmar ist ein nettes Städtchen, berühmt das Schloß und die Altstadt. Der Hafen war mittags allerings schon mehr als 80% gefüllt. Unterwegs hierher begeneten uns etliche Finnen, wohl auf dem Weg nach Norden. In 2- Wochen ist die Saison zu Ende und hier wird alles wie ausgestorben sein. Kaum vorstellbar so wie das jetzt noch aussieht.

Die Domkirche. Mittags 12.00 Uhr ist für 1 Stunde Orgelmusik. Fantastischer Klang, der Raum ist gewaltig.....

 

 

Das Schloss von Seeseite aus gesehen.

Schon ein toller Anblick...

26.7.16

Erst wollte ich hier gar nicht ran gehen, obwohl Beate (danke für deinen Tipp) von der Blue Spike uns das empfohlen hat.

Sie nannte das Örtchen hier, Kristianopel, Ihr Klein Bullerbü. Und das trifft es, Schweden wie aus dem Bilderbuch. Kristianopel war mal eine Festung, verschiedene Reste der Festungsmauern sind noch da. Irgendwann 16xx ist hier ein Teil der schwedischen Flotte stationiert worden, um den Weg aus den Stockholmer Schären zu vereinfachen.

Man findet einen kleinen Hafen mit Kanonen der Festung, bunte Holzhäuschen mit Kuchen, Eis und allerhand Dingen die Menschen im Urlaub brauchen. Kirche, ein kleines Ladengeschäft und einen Minibadestrand. Was will man mehr. Um die Ecke noch ein Campingplatz und einen Stellplatz für WOMOs. Das war es auch schon. Beschaulich, ruhig, niedlich und aktuell sonnenverwöhnt. Ansich müsste man hier bleiben wenn nicht Ende der Woche das Wetter umschlagen würde. Die Tiefdruckgebiete stehen Schlange....

 

Abends im Kaufmann hatten wir dann noch Landsleute getroffen. In den südlichen Regionen Schwedens nichts außergewöhnliches, in dem Fall schon wie ich meine. Eine Gruppe Pfadfinder der St.-Andreas-Gemeinde aus Hamburg war auf dem Weg von Karlskrona nach Kalmar. Mine mit 10 Kidis hatten die Nacht auch Quartier in Kristianopel bezogen (Zelt). Nun gab es das Problem in den dünnen Gegenden keine Geldwechselmöglichkeit zu finden was für eine Gruppe die zu Fuß unterwegs ist (dürften etwa 150km sein) ein Problem darstellen kann. Lebensmittel und Wasser müssen geschleppt werden. Wir haben unsere reichlichen Nudel-und Tomatenvorräte geteilt und andere Segler hatten auch Bares zum Tausch gehabt. Irgendwie gehts ja immer. Eine taffe Truppe. Viel Spaß euch noch und kommt gut ans Ziel.

 

Am 27.7. sind wir nach Karlskrona. Viel zu früh (0700) von der Heckboje los gabs beim Rückwärtsfahren ein kurzes "blobb" und der Motor stand. Anker im Hafenbecken schnell versenkt und dann war schon klar was es war. Meine eigene Leine vom Schlauchboot hatte sich gelöst und hing im Wasser. Beim drüberfahren dann in die Schraube, was sonst.

Also Badehose an und mit Taschenmesser bewaffnet wieder austüddeln. Ging zum Glück recht leicht und mein recht flachegehendes Schiff erfordert nicht allzu viele Anstrengunen da ranzukommen. Und das Wasser hatt 21°C. Nach 15 min war nur die Seilstücken und der Schreck vom Problem übrig. 

 Das ist so verbogen wegen dem Weitwinkel der Kamera.....

Karlkrona liegt inmitten der Hanöbucht. Industrie und Handelsstadt mit vielen Menschen ist das ein Grund in die Hanöbucht zu gehen. Der Weg hierher ist schon schön, die Schären liegen dichter beisammen und sind flacher, Fahrwasser sind z.T.schmaler und enger und allgemein wirkt es sehr beschaulich und schön.

Von Karlskrona selbst gibt es nicht viel zu sagen, Marinemuseum, Bummelmeile wie überall. Uns hat das Coop genügt und die Dieselzapfstelle gegenüber der Marina. Mittagsschlaf ist wichtiger ;-)

Unser vormittäglicher Spaziergang führte uns zum Marinemuseum. Wir wollten da nicht rein, aber als wir da waren dann doch. Denn das Museum ist "Museum of the Year" -bedeutet freien Eintritt. Und hat sich gelohnt. Marinemuseum ist natürlich in erster Linie militärisch ausgerichtet, aber Schweden hat ja auch eine marine Geschichte. Allerhand Dinge zum kaputt machen aus alter und neuer Zeit, U-Boot(e) und Modelle alter Kriegsschiffe sowie ein Unterwassertunnel der die Welt in 2-3m Tiefe der Ostsee zeigt. Wasser ist aber sehr trübe, es soll die Arbeit der Taucher zeigen wenn Wracks geborgen werden sollen.

Die Wachsfiguren die die Arbeit an der Kanone veranschaulichen waren spannend.....

 

 

 

 

sieht komisch aus mi ö....

 

 

 

Museum von See aus.....

Tjärnö wollten wir eigentlich nach Karlskrona nicht anlaufen, aber es war die Alternative nachdem Hanö nichts wurde. Gelesen hatten wir das die Hanöbucht nicht ohne ist wenn der Wind aus Ost oder Süd reindrückt. Wir hatten Südwest, nicht besser. Bei 4 bis 5 Bft wurde aus der See eine Waschküche wie im Greifswalder Bodden, aus allen möglichen Richtungen kam das Zeug angerollt. Hanö ist eine große Schäre nachdem die Bucht halt benannt wurde. Etwa 100 Menschen leben dort, es gibt einen Leuchtturm, kleinen Hafen etc. Haben wir aber nicht gesehen sondern in der Bucht von Tjärnö geankert. War auf jedem Fall auch sehr schön und ruhig dort und unsere letzte Schäre auf diesem Trip.

 

 

Um 03.30 Uhr ging der Anker am 29.7. auf, wir wollten nach Käseberga, 12 Stunden etwa durch die Hanöbucht.

Denn da muss ich zwingend hin nachschauen weshalb das so heißt ;-)....

Zunächst aber an Hanö vorbei, so sieht das Ding aus.

Die Küste wurde flacher, Sandstrände lösten die steinigen Küstenabschnitte ab. Käseberga liegt an der Südküste Schwedens kurz vor Ystadt. Unser Absprunghafen nach Rügen soll es werden, wenn das Wetter das auch so will.

 

Käseberga ist ein kleines Fischerdorf, der Hafen winzig, Cafe`s und Losbude, 2 Fischräuchereien am Hafen, ein kleines Museum der Seenotretter. Liegegeld wird am Parkautomat des Parkplatzes entrichtet. Diesel kann der Hafenmeister mitbringen bei Bedarf. Und viele Touris bei Tage. Wie an den Küstenstränden so üblich. Oben auf der Steilküste ist "Ales Senar"   https://de.wikipedia.org/wiki/Ales_stenar   ein Steinkreissystem ähnlich Stonehenge, ein Kalendersystem von irgendwann. Parasegler an der Steilküste mit einem fantastischen Blick auf die See. Einfach schön hier.

Abends zum Sonnenuntergang.......................................

Käseberga ist ein süßes kleines Dörfchen

Von hier aus geht es dann nach Rügen rüber. Ziel ist Neuhof wo wir die Ostseerunde schließen, da Moni hier an Bord kam.  Ein paar dänischen Inseln wollen wir aber noch anlaufen, also Heimreise ist noch nicht.

Pünklich 06.00 Uhr haben wir in Käseberga abgelegt, etwa 12 Stunden dauert die Überfahrt.

Die Sonne kam hoch und habt ein tolles Bild auf die Küste gezeichnet.