Mo

23

Mai

2016

weiter nach Polen

Am 2.Juni sind wir dann von Peenemünde los.

Ziel Kolberg, knapp 70sm.

Wind wie gehabt aus Ost mit 4 Bft, immer genau auf die Nase.

Um die windarmen Morgenstunden zu nutzen war für uns die Nacht 04.30Uhr, kein Quatsch, vierUhrdreißig, vorbei.

 

 

 

 

 

 

Belohnt wurden wir mit einem fantastischen Sonnenaufgang über der See

(eigentlich nur ich, da Moni wieder in die Koje gekrabbelt ist)

 

Der Haufen rechts neben der Sonne ist die Greifswalder Oi

 

 

 

 

 

 

Die Küste Pommerns, soweit das Auge reicht Sandstände vom Feinsten......

Kolberg, Kolobrzeg

Piratenschiffe, von Touris geentert......

 

Gegen 17.00 Uhr sind wir in den Hafen von Kolberg eingelaufen.

Ich muss schon sagen, nagelneu und vom Feinsten ausgestattet.

Da können sich die Häfen der Nordsee ein paar Scheiben abschneiden.....

Die geben sich größte Mühe, gastfreundlich waren Polen ja schon immer.

 

 

 

 

Bemerkenswert wäre-zumindest aus unserer Sicht-heute Abend gegen 18.00 Uhr kam der erste Regenschauer, wenn auch nur 5min. lang, es regnete. Nicht das ich noch Entzugserscheinungen bekomme........

Mit uns liegen 2 weitere Ostseerundensegler hier- insgesamt haben wir bisher 6 getroffen. Ist schon fast ein Trampelpfad

 

 

 

Den heutigen Tag, 3.Juni ist gammeln und sightseeing angesagt. Kolberg ist eine alte traditionsreiche Hansestadt und Urlaubshochburg. Einmal um die Ecke gehen kommt man ins Stadtzentrum, wo zu günstigsten Preisen alles zu erstehen ist was das Herz begehrt. Parkanlagen vom feinsten mit Springbrunnen und Blumen soweit das Auge reicht, und gut besucht. Eine schöne Stadt, mit Resten von mittelalterlichen Gebäuden, sanierten Plattenbauten, Restaurants und Apotheken an jeder Ecke.

Hier kann man das sicher einen Urlaub lang aushalten. Aber natürlich haben andere Mütter auch schöne Töchter, daher gehts morgen früh weiter nach Darlowo, Rügenwalde

 

 

 

Schuluniformen. Sieht einfach niedlich aus. Mit fällt absolut kein Grund ein weshalb das bei uns abgeschafft ist.

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Darlowo

 

 

Heute am 4.6. ging es von Kolberg aus Richtung Darlowo, das ehemalige Rügenwalde, die Strecke ist mit 35 sm recht kurz, wir waren 13.00 Uhr vor der Schiebebrücke, die stündlich die Zufahrt zum Hafen freigibt.

Kurz per Funk beim Hafenamt anmelden und rein in die Marina. Hier das selbe Bild wie Kolberg, sauber, neu und vom Feinsten. Ein freundlicher Hafenmeister nahm unsere Leinen an an der zu max. 1/5 gefüllten Steganlage. Das änderte sich aber, gegen Nachmittag füllte sich der Hafen. Mitsegler mit dem selben Ziel der Rundreise, welche wir in Kolberg schon trafen fanden sich auch hier wieder ein.

Darlowo von See aus

 

Niedliches Urlauberdomozil, lecker Fisch und bunte Verkaufsbuden an jeder Ecke. Softeis ist lecker....

 

Die Sonne brutzelt im Windschatten, T-Shirt ist fast zu viel, am Strand ist der Wind eisig

Als wir ankamen gegen 13.00 war der Dampfer noch nackig.

Vier Stunden später ist er fertig gepinselt. Heute ist Samstag.....

 

 

 

 

 

Gerüst kann also wieder weg.

Fleißig sind die Jungs ja......

Im Schlepp die Ölsperre wie sich das gehört

Heute, am 5. Juni gab es mal wieder eine Starkwindwarnung für den östlichen Teil der südlichen Ostsee, nicht unbedingt unser aktueller Aufenthaltsort, aber Grund genug sich Darlowo anzusehen.Seit dem frühen Mittelalter war das nähmlich Sitz der Pommerschen Herzöge, die im Schloss Rügenwalde Ihren Sitz hatten. Das und die Stadt, etwa 2km vom Hafen entfernt wollten wir uns ansehen.

Auch ist im Krieg kaum was zerstört worden. Also war nach dem Frühstück Origami angesagt und die Räder gefaltet.

 

Geht auch in der Schreibweise.....

(mein Enkelkind :-) )

weiter nach Leba

 

 

Kein Wunder das wir auf den 55sm (etwa 10 Stunden) die ganze Zeit durchgerührt wurden.

Wind wie gehabt gute 4-5 Windstärken aus Ost, der arme Motor....

Aber die alte Dünung aus östlicher Richtung von der gestrigen angesagten Starkwind-und Sturmwarnung rollte über die See mit 1- 1,5m Welle, das nervt.

 

 

und so rollt der Schwell in den Hafen rein......

Die Fahrt hierher an der Pommerschen Küste war aber wunderschön, nicht nur der Sonne wegen. Endlose Strände und Dünen, die Wanderdünen von Leba mit bis zu 45m Höhe sind beeindruckend. Weißer Strand vom Feinsten, menschenleer und kilometerlang.

Der abendliche Strandspaziergang sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen-es ist nicht allzu warm. Der Wind ist eisig und die Ostsee hat 10-11° C, kaum zu glauben das ich letzte Woche noch im Strelasund bei 19°C Wassertemparatur schwimmen war.War ich aber. Das hier lass ich nicht einmal an meine Füße!!!

 

Das ist Softeis in Polen. Schmeckt superlecker und sieht lustig aus.Aktuell ist das bestreben täglich eins davon zu erwerben.

Kostet etwa 1,20€, geht also gerade so......

Schlemmen kann man in Polen vom Feinsten, besonders Obst / Gemüse was so an Ständen am Straßenrand angeboten wird.

Gurken schmecken nach Gurken. Das schmeckt schon deutlich anders als zu Hause. Und die Tomaten erst...

Ein wirklich interessanten und schönes Land mit freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Polen verdient großen Respekt, erst Recht wenn man bedenkt was das Land seit 2004 (EU-Beitritt) geschafft hat. Die Jungs und Mädels dürfen zu Recht stolz darauf sein.

 

Wladislawowo, hieß mal Großendorf.....

Da sind wir heute hin, ist nicht allzu weit. Etwas mehr als 30sm. Im Hafen waren wir gegen 14.30 Uhr.

Besonders schön ist das hier nicht, der Hafen eher ein Industriehafen mit viel Fischerei, in die Stadt führen nicht allzu attraktive Betonplattenwege. Da aber wie immer Bummelmeile, der Lunapark, eine Art Freizeitpark mit Riesenrad usw,Gemüsestand mit Schnittlauch für Moni, unser Riesenleckereis, Bahnstation mit Auskunftsschalter. Von hier fährt eine Bahn nach Gdansk, Danzig. Und die nehmen wir morgen. Bis Gdynia etwa 1 Stunde Fahrzeit, dann umsteigen in die Stadtbahn. Mal sehen ob wir ankommen.

Der Weg wie immer das Panorama endloser Sandstrände mit Steilküste oder ohne, wunderschön. Wer meint auf Wangerooge oder Spiekeroog ist einsamer Strand der ist hier nicht vorbeigeschippert. Stundenlang fahren wir am Strand vorbei ohne das es überhaupt Ortschaften oder so gibt.Wie ein Gummiband zieht sich das endlos hin. Wir haben nun gut 1 Woche vorbeifahren an den Stränden Pommerns hinter uns. Hier ist für uns der Startpunkt nach Klaipeda, dem ehemaligen Memel an der Kurischen  Nehrung. An Kaliningrad vorbei sind das 110sm, die im Stück zu nehmen sind, da wir kein Visum für Russland haben und nicht wollen. Mittags oder so los und 22bis 24 Stunden später da wenn alles läuft.

 

 

heute mit der Bahn nach Danzig

Doch zunähst erstmal der Wetterbericht 

 

In den naechsten 12 Stunden ist in folgenden Vorhersagegebieten mit Starkwind oder Sturm zu rechnen:
Deutsche Bucht
Fischer
Forties
Viking
Utsira
Skagerrak
Südöstliche Ostsee
Zentrale Ostsee
Nördliche Ostsee
Rigaischer Meerbusen

Südöstliche Ostsee.....


Genug Grund nicht wie geplant morgen nach Klaipeda aufzubrechen, denn 1,5m See über mehr als 20 Stunden macht das Hirn weich. Vermutlich. Wahrscheinlich. Müssen wir nicht haben denn zum Wochenende wird es wieder ruhiger.
Also auf die Speisekarte kommt vorerst nochmal Hela, ein Plansch-und Badeort am Ende einer Landzunge. Mal auf der Karte anschauen.....

Danzig ist eine sehr schöne Stadt. Wir waren zu Hause auf unserem Bremer Marktplatz,

Obwohl das 666km weg ist, Luftlinie. Zumindest lt. dem Wegweiser.

Im Teil der Altstadt sieht man die reiche Handelsstadt und die Hanse in jedem Winkel.



Der Weg mit der Bahn ist unkompliziert, Fahrzeit etwa 1,5 Stunden mit einer Art Dieselregio, sehr sauber und ruhig. In Gdynia steigt man vom Regio in eine Art S-Bahn die alle15 min verkehrt. Diese verbindet Sobot, Gdynia und Danzig, Inkl. W-Lan. Gibt's auf dem Danziger Bahnhof nebenbei auch.

Da sitzen wir gerade und trinken Kaffee.... 

Unsere östlichen Anreinerstaaten sind uns in der Beziehung doch weit voraus, in anderen wohl auch.

 

 

 

 

 

Bremen...... :-)

Hel

Heute, am 9.Juni von Wladyslawowo nach Hel, kurzes Stück von 22sm, war aber ein freundliches Stück Weg. Wie immer Badestrände zur Rechten, das Fotografieren dieser erübrigt sich irgendwann. Wir hatten aber das erste mal auf unserer Tour passablen Segelwind, erst 3-4, später auf 5 Btf aufgefrischt. Und am besten war, der kam aus NW, heißt Schiebewind. Einzig 1,5m Welle, Dünung von gestern vermieste den Spaß etwas.

Hel ist ein Badeort, bunte Krimskramsbuden, Restaurants an einer sehr gepflegten Strandpromenade, nette gutgelaunde und schön anzusehende Menschen. Fein rausgeputzt der Ort, wir werden morgen auf Erkundung gehen. Liegt am Ende der Landzunge der Danziger Bucht innenseitig. Über die Bucht ist  dann Danzig, Gdyna usw. zu sehen. Kreuzfahrtschiffe mit Kurs Gdansk runden das Bild ab.

Und damit wir genug Zeit zum Erkunden haben hier die Wetterprognose des DWD von heute 15.48 UTC

In den naechsten 12 Stunden ist in folgenden 
Vorhersagegebieten mit Starkwind oder Sturm zu rechnen:
Deutsche Bucht 
Fischer 
Utsira 
Skagerrak 
Kattegat 
Belte und Sund 
Westliche Ostsee 
Südliche Ostsee 
Boddengewässer Ost 
Südöstliche Ostsee 
Zentrale Ostsee

Und weiter im Tex tbis morgen Mittag:

Südöstliche Ostsee:    
Südwestliche Winde um 4, zunehmend 5 bis 6, später 
nordwestdrehend, später Gewitterböen, See später 2 Meter. 
Zentrale Ostsee:    
Ostteil anfangs schwachwindig, sonst Südost um 4, später 
wechselnde Richtungen 4 bis 6, später Gewitterböen, See 
später 2 Meter.

Naja, macht nix. Ist schön hier........

Heute am 10. Juni zieht ordentlich dickes wetter über Hel, aber hier kann man das gut aushalten. Die Nacht drehte der Wind auf Süd, was den Schwell ungebremst in den Hafen laufen lässt. Ab Mitternacht sah man dann auf den Booten überall die Crews beim weiteren Leinen auslegen. Wir natürlich auch sonst hätten wir das ja nich mitbekommen....

 

 

 

 

Traditionelle Polnische saure Brotsuppe, superlecker. Sauer war die gar nicht.

Eine Art Weiskraut mit Krakauerstückchen, Ei, Speck gewürfelt in einem Brot mit Deckel. Suppe eher auch nicht, da dafür zu dick. War auf jeden Fall so lecker das wir das Morgen wohl wiederholen werden.....

Heute, am 11. Juni war nochmal Gammeltag in Hel. Und ganz wichtig-der Leuchtturm war noch zu erklimmen....

Ca.42m hoch hat man eine geniale Sicht über die Danziger Bucht. So wie alles hier ist der Turm frisch restauriert, leuchtend bunt gepinselt und sieht einfach schön aus.

Und Abends dann den Kurs abstecken nach Klaipeda. Um nicht in russisches Hoheitsgebiet (12-Meilen-Zone) zu geraten muss ein kleiner Bogen nördlich gefahren werden. So nach dem Frühstück wollen wir aufbrechen. Aktuell 2 Schiffe, Volker aus Berlin und wir.

Aber wir wissen das die Liberty mit Phillip und seiner Crew, derzeit in Gdansk, auch morgen starten wird, wir werden nicht allein auf der Route sein. Kann nicht schaden....

Aber hier die Bilder vom Turm und der Umgebung:

 

Das kam dann am Abend noch rein......

Und wenn das alles läuft ist das das Ende der Seite.....

Weiter gehts mit Baltikum