Nordfriesische Inseln 2015

Unseren Sommerurlaub 2015 haben wir auf den Nordfriesischen Inseln verbracht.

Leider hat man in 3 Wochen nicht die Möglichkeit alle Inseln anzulaufen, daher ging bei uns die Reise von Bremerhaven über Helgoland zunächst nach Pellworm.

Mit Fahrrad ist die Insel nicht allzu groß und in 2 Stunden umrundet. Anders als die Ostfriesen ist die Inselwelt hier landwirtschaftlich bewitschaftet, der Duft nach frischer Wiese, Blumen, Heu, Kuh usw. begleitet einen überall.

 

 

 

 

Wir sind hin-und zurück über Helgoland, immer wieder gern besucht.

Interessant wäre es wohl auch mit Zwischenstadtion Neuwerk.

 

Vllt. beim nächsten mal....

 

 

 

Das Watt hier ist unendlich  größer und vermittelt eine ganz andere Weite als wir das von den Ostfriesen kannten.

Bevor die Inseln zu sehen sind erscheinen die Warften als Klotz am Horizont. Sieht lustig aus die Würfel auf dem Wasser...

 

 

Der Leuchtturm von

 

  Pellworm.

 

Unsere erstes Ziel auf dieser Reise

 

Wie aus dem Bilderbuch.....

 

 

 

Der Hafen von Pellworm fällt vollkommen trocken, etwa 2 Stunden vor und nach Niedrigwasser sieht das so aus. Das Schiff stand irgendwann etwas gerader. Da uns das beim Schlafen und beim Frühstück doch etwas angenervt hat haben wir dann ein Seil am Mastfuß zum landseitigen Dalben ausgebracht. Dann ging das besser.

Der Untergrund hier ist fester Torf und kein Schlick. Daher laufen das auch nur Schiffe an die Trockenfallen können.

Entsprechend übersichtlich ist der Hafen besucht.

Im Verein von Pellworm waren auch Plätze frei, da aber würde man "bergauf" stehen.

Pellworms Kirche.

Von Bescheidenheit keine Spur. Die Inseln sind geschichtsträchtig und von vergangenem Reichtum geprägt.

Walfänger, Seefahrer, Händler und Großbauern auf überaus fruchtbarem Boden siedelten hier in der Vergangenheit.

Und das ist an allen Ecken present.

 

 

 

Denkmal der Ormen Friske, 1950 auf der Außenelbe

gesunken /zerbrochen war sie ein Winkingerschiffnachbau. Bei dem Unglück kamen alle 15 Bestzungsmitglieder ums Leben.

Die Frackteile wurden vor Pellworm gefunden

 

http://www.neuroscience-of-music.se/ormen/OrmenFriskeGer.htm

Da wollten wir unbedingt hin, das ist das was man sich neben Sylt unter den Nordfriesen noch vorstellt:

die Hallig Hooge.

In den Hafen kommt man nur nahe Hochwasser, im Hafen liegt man auch hoch und trocken. Und mit 20-25 Schiffen ist der voll. Etwa die Hälfte davon belegen die Insulaner.

Der Hafenmeister kommt zum Schiff und begrüßt Dich dort und freut sich über jeden Gast, fragt ob alles gut ist und was gebraucht wird. Hafengeld kommt in eine Holzkiste im Vereinshaus, wo auch Seekarten, Bücher, Spiele etc. zur Nutzung ausliegen. So soll das sein....

Wir waren die längste Zeit im Urlaub dort da irgendwie der Grund zum weiterfahren fehlte....

 

 

Der Hafen auf Hooge. Total süß. Vereinshaus steht auf Stelzen, Stromkästen sind auf Metallgerüsten, die sich bei Sturmfluten über eine kleine Winde hochkurbeln lassen.

Die Kirchwarft auf Hooge. Das Gestühl der Kirche kam irgendwann mit einer Sturmflut von einer anderen Insel angeschwemmt. Was dem einen Recht ist.....

Bunt bemalt mit Motiven der Seefahrer usw. ist das sehr hübsch und eine Augenweide.

In der Kirche ist Sandboden, damit nach Sturmfluten das Wasser wieder abläuft. Auch steht die Glocke neben der Kirche, da die aufgeschütteten Warften nicht allzu viel tragen können.

Die Insel Föhr war als nächstes unser Ziel. Das glich einem Kulturschock. Da eine Autofähre vom Festland dorthin fährt war die auch entsprechend besucht. Haare, Menschen, Strandpromenade, zu laut, zu teuer, zu viel Urlaub(er).

Der Hafen entsprechend auch groß und voll, Wasser steht dort jederzeit.

 

Der Leuchtturm von Föhr. Jeder darf selbst vergleichen mit dem von Pellworm, dieser Unterschied setzt sich im Gesamtbild beim Vergleich der Inseln fort. Das zumindest war unser subjektiver Eindruck. Wir können als Segler natürlich froh sein das sich das meiste Urlaubsgetümmel nicht auf Hooge (z.B.) abspielt. Sonst wären die Halligen nicht das was sie sind.

 

 

Von Föhr aus ging es leider wieder Heimwärts, da sich ein passables Wetterfenster aufgetan hat.  Nicht aber ohne die Düne auf Helgoland zu besuchen. Wenn Moni die "Dicken" nicht zu sehen bekommt ist der Urlaub nich vollständig.

So viel Zeit muss sein.......