Das Baltikum

Am 12. Juni haben wir in Hel, Polen nun abgelegt und die Pommerschen Landen verlassen. Ziel war der erste mögliche Hafen der 3 Baltenstaten, Kleipeda in Lithauen. Historisch eine interessante Stadt, das ehemalige Memel am gleichnamigen Fluss und der nördliche Zugang zur kurischen Nehrung. Der südliche Zugang ist in Kaliningrad, Königsberg, also russisch und unpassierbar.

Los ging es 8.00 Uhr, vorher stellte sich noch kurz die polnische Boarder Guard ein, fragte nach woher und wohin und wies uns darauf hin das wir schön brav die 12sm zum Festland Kaliningrads einhalten sollten. Haben wir natürlich auch, fast 20sm um genug Raum zu haben... War auch kein Patroulienboot oder so zu sehen

 

 

 

 

Fähre Gdansk nach Irgendwo.

Ist ja Wurst. Viel mehr war auf der 20-Stündigen Fahrt nicht zu sehen. Oder doch??

Wir hatten mal wieder nur ca. 1 Stunde Segelwind, der dann aber einschlief. Ich  hatte mir das  etwas anders gedacht. Aber die 115 sm gegenan mit 5 -8kn Wind aufzukreuzen dauert 3 Wochen??? Oder mehr???

Seit unserer Abreise Mitte Mai gab es fast nahezu immer Ostwind. Würde ich brav auf den richtigen wind warten währe ich wohl noch in Bremerhaven. Oder Brunsbüttel. Kiel?? Viel weiter sicher nicht.

An dieser Stelle mal eine Lobeshymne an meinen Motor. Der läuft, und läuft. Tolles Teil.

Sonnenuntergang auf See, ein fantastisches Schauspiel.

Das sieht wirklich so aus, die Farben sind einmalig......

 

 

Die glückliche Freiwache. Nachts ist das nicht wirklich dunkel, aber recht kalt. So ab Mitternacht, bis gegen 03.00Uhr die Sonne langsam wieder aufsteht ist das das längste Stück Nacht. In dieser Zeit habe ich mir eine Eieruhr alle 10 min gestellt, kurz weggenickt und dann Rundblick, und wieder von vorn....

Sonnenaufgang über Klaipeda, mit Seenebel. Die Hafeneinfahrt passierten wir 03.30 Uhr

 

 

 

Mal wieder richtig Strömung. Gut 1-1,5 Knoten auf dem Memel

Klaipeda

Hier liegen wir im Old-Castel-Habour. Heißt so da im Wallgraben der ehemaliges Memelburg, die im 11.Jh. von den Rittern des Deutschen Ordens gegründet wurde. Aktuell viel Baustelle da hier resauriert wird wie verrückt.

In den Hafen kommt man über eine kleine manuell zu bedienende Drehbrücke. Die wird zu jeder, zu jeder!!! vollen Stunde für 15 min vom Hafenmeister geöffnet. Auch um 04.00 Uhr als wir davor standen. Die Brücke ist Die mit dem Bronzegespenst, siehe weiter unten....

 

Die Memelburg

Überhaupt eine schöne Stadt. Nicht ganz zu vergleichen mit Danzig, aber hier wird mit viel Liebe restauriert. Bronzefiguren an allen Ecken der Altstadt

Das Wahrzeichen vom Klaipeda, Ännchen von Tharau. Der Übersetzer des Textes ins königsberger Platt war  Simon Dach  aus Memel, der  Text von Johann von Klingsporn, ein Schwede, der um Anna Neander, wie Sie hieß, warb.

Sie heiratet aber einen Pfarrer, nach 35 Jahren verwitwet, den Nachfolger im Amt, den Sie auch überlebte. Ihren 3. Mann, ebenfalls Pfarrer im selben Amt überlebte Sie auch. Ännchen von Tharau verstarb 1689 im Alter von 74 Jahren.Reisegruppen stehen vor der schönen Anna und singen das Lied....

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